Ein Ausflug in der DomRep

Fragt man in der Dominikanischen Republik einen Reiseleiter der großen Reiseveranstalter nach empfehlenswerten Ausflügen, bekommt man zwischenzeitlich nicht mehr oft die Insel Saona  genannt.

Auf Nachfrage diesbezüglich, bekommt man gerne die Antwort: Saona, ja – die bieten wir auch an. Aber, die ist inzwischen viel zu überlaufen – viel zu touristisch. Oder möchte man den Strand mit zig anderen Touristen teilen? Nein – natürlich nicht, denn wer will das schon?

Aber Saona, da hat man doch schon so viel gehört und gelesen! Oft ist zu lesen, das sie doch so schön sein und jetzt soll sie überfüllt sein?
Und jetzt? Trotzdem buchen, knapp 100 Dollar pro Person bezahlen – und hinterher feststellen und zugeben müssen, dass der Reiseleiter hatte ja doch recht. Nein, das natürlich auch nicht. Denn eine vollen Strand hat man auch am bzw. im Hotel.

Und nun? Nicht buchen – und sich hinterher fragen ob Saona doch eine Reise wert gewesen wäre? Nein! Das schon gar nicht.

Was bleibt? Nicht viel! Evt. gibt es aber eine Alternative zu den Ausflügen.

Laut einem Reiseforum für die Dominikanische Republik soll es tatsächlich eine Alternative geben, die von einem kleineren privaten, in El Cortecito ansässigen Unternehmen angeboten wird. Hier wird angeblich ein Strandabschnitt angesteuert werden, der nicht so voll ist! Das hört sich schon mal nicht so schlecht an. Ok – das testen wir!!

Schon früh am Morgen geht es mit einem kleinen Bus zu einem kleinen Fischerort. Am „Hafen“ warten schon 2 Boote auf rund die Urlauber. Zuvor noch im Bus konnte man Informationen über Land und Leute aufschnappen – jetzt schnappt man in den Booten nach einer frischer und etwas feuchten Meeresbrise.

Nach einer kurzen Fahrt auf der Karibik und entlang der Küste, stoppen die Boote bereits wieder und der Anker wird fast mitten auf dem Meer ins Wasser geworfen. Die Boote sind an der Piscina Natural der natürlichen Badewanne angekommen. Hier kann nach einigen wenigen Seesterne geschnorchelt werden, die bisher überlebt haben oder mit einem Rum-Cola angestoßen werden.

Kaum ist man wieder im Boot, steuern die „Käpitäne“ das kleine Fischerdorf „Mano Juan“ auf Saona an. Dort kann man die gleichen Dominikanische Souvenirs begutachten und kaufen wie fast überall in der gesamten „DomRep“ oder aber wenn man der spanischen Sprache mächtig ist, ein paar Worte mit den Menschen die dort leben wechseln. Sogar einen „Supermarkt“, wenn auch wirklich sehr kleinen, findet man auch. Dieser hat für die Touristen zwischenzeitlich auch schon fast sehr exclusive Preise. Aber ein kühles „Presidente“ (das Bier in der Domenikanischen Republik)  darf schon mal sein, schließlich ist man im Urlaub und es ist ja auch fast schon Mittag. 😉

Der Besuch war kurz aber nett. Nun aber – ab in Richtung zum versprochenen exklusiven Strandabschnitt.

Die Wellen werden höher, das Meer rauer, die Sitze etwas härter. Aha – das ist also wieder der Übergang zum Atlantik. Damit müssten wir ja auch bald am Ziel angekommen sein, da der Strandabschnitt ja auf der hinteren Seite von Saona liegen soll. Noch etwas die Muskeln trainieren, die Schönheit der Insel bewundern. Der Kapitän gibt nochmal Vollgas und der Anker fliegt schon wieder.

Hier sind wir also und das ist auch gut so. Ein kleines Stück Paradies für ein großes Herz, denn das müsste jedem aufgehen, der das hier zu sehen bekommen hat und evt. noch wird. Am Strand wird ein kleiner Snack aufgebaut, ein paar Becher Cuba Libre ausgeschenkt. Man lässt sich nieder, läuft herum oder zieht sich dieSchnorchelausrüstung über. Das Vorgelagerte Riff ruft und lädt zur Entdeckung ein. Schnorchlen? Hier? Neee – viel zu Schade. Die Fische seh ich auch noch woanders, wahrscheinlich schöner. Mit dem
Strand wird das zwar sicher auch möglich sein aber nicht ganz so einfach. Ok – zugegeben man ist nicht alleine, aber ein paar zurückhaltende Strandverkäufer und einige weitere Besucher tun keinen Abbruch an der Sache. Ein paar Meter den Strand entlang und man ist sowieso wirklich einsam oder zweisam, je nachdem wie man den Aufenthalt verbringen möchte. Schweren Herzens geht es ca. eine Stunde später zum Hauptstrand. Dort gibt es Mittagessen und einen „kleinen“ Eindruck was die Reiseveranstalter-leitung gemeint haben könne, mit dem überlaufenen Strand. Merengue wummert aus den Boxen, Strand-verkerkäufer haben etwas „anzubieten“ und Touristen hat es schon einige. Trotzdem hält sich auch hier alles etwas im Rahmen und im Erträglichen – trotzdem wünscht man sich wieder an den anderen Strandabschnitt zurück. Gerne und wenn es denn so sein soll auch hungrig. Wenn dies nicht möglich ist stellt man sich eben mit den anderen am Buffet an und packt sich Spaghetti (oder/und Reis), Hähnchen/Fisch und Salat auf den Teller.

Fazit: Schönes Land, eine noch schönere Insel und ein rundum gelungener Urlaubstag. Gerne und jederzeit wieder. Wenns nach mir persönlich gehen würde: SOFORT ! Wenn Saona – dann dieser Ausflug. Und aus dem Fragezeichen? hinter dem Wirklich – wird ein Ausrufezeichen!

Und – danke lieber Reiseleiter. Bitte halte mehr Menschen vom Besuch der Insel ab – dadurch bleibt sie schöner und mir mehr von dieser Schönheit.

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