Nachhaltiger Tourismus

Gerade in jüngster Zeit werden überall auf der Welt die ethischen Fragen, die der vereinnahmende Tourismus aufwirft, heiß diskutiert. Wie weit darf Tourismus gehen? Inwieweit darf er in die örtlichen und kulturell verwurzelten Strukturen eingreifen? Leider muss man feststellen, dass touristische Ambitionen an zahlreichen Orten auf der Welt eine fatale Abhängigkeit von diesem Wirtschaftszweig erzeugt haben, indem sie nach und nach die alteingesessenen Branchen entwertet haben. Viele beobachten das kritisch, man spricht inzwischen gerne vom „nachhaltigen“ oder gar vom „sanften“ Tourismus, der behutsam mit den lokalen Gegebenheiten umgeht und auf Nachhaltigkeit aus ist und durchaus auch auf Völkerverständigung.

Ein schönes Beispiel dafür, dass sich Alteingesessenes und Tourismus gut vertragen können und welche Vorteile eine solche friedliche Symbiose mit sich bringt, ist das Pitztal in Tirol, Österreich. Hier spielen in den Außenbezirken Tourismus und andere Gewerbe eine gleichermaßen wichtige Rolle. Andernorts im Tal nimmt die Bedeutung des Fremdenverkehrs zu und anderes Gewerbe beschränkt sich auf die lokale Versorgung der Bedürfnisse. Dieser Tourismus appelliert an Sport- und Naturbegeisterte und man wird so manches Sport-Hotel im Pitztal finden. Nichtsdestotrotz führt gerade dieses enge Miteinander zwischen dem typischen Almleben und dem Alpintourismus zu einer Besinnung zu alten Werten und Touristen achten vermehrt darauf, ihrem Urlaubsort nicht zu schaden. Schließlich soll er nächstes Jahr ja immer noch genauso schön sein.

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