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Wo Deutschlands Küste am schönsten ist – Urlaub an der Ostsee

15 Juli 2010

Wer behauptet, dass es an der deutschen Küste nur kalt und stürmisch ist und ständig regnet, der war noch niemals an der Ostseeküste. Denn nur hier gibt es die meisten Sonnenstunden des Jahres im gesamten Bundesgebiet zu verzeichnen. Die Reize der Ostsee sind schon seit langer Zeit bestens bekannt. Man kann sogar die „Geburtsstunde“ des Badebetriebs an der Ostsee auf das Jahr 1793 datieren, als der mecklenburgische Herzog seine Sommerresidenz nach Doberan verlegte, weil ihm sein Leibarzt das Baden im Meerwasser geraten hatte. Und da ein Herzog selten allein in die Sommerfrische fährt, folgte dem gesamten Hofstaat alsbald weiterer Adel, dem sich peu à peu wohlhabende Bürger anschlossen.

Doch muss man nicht gleich ein Schlossbesitzer sein, um sich zum Badeurlaub an die Ostseeküste zu begeben. Eine Ferienwohnung an der Ostsee ist nicht nur überschaubarer als ein herzoglicher Palast, sicher es darin auch sehr viel gemütlicher und vor allem ruhiger. Etwa um die Mitte des 19. Jahrhunderts gehörte ein Badeurlaub an der Ostsee zum guten Ton. Graf Wilhelm Malte zu Putbus ließ auf Rügen das alte Putbus niederreißen und in klassizistischem Stil neu erstehen. Dabei versäumte er nicht, auch ein standesgemäßes Badehaus zu errichten. Auch auf Usedom war man bestrebt, in den Dörfern und Weilern bequeme Unterkünfte für die Badegäste einzurichten. Einen wahren Ansturm erlebten die Ostseebäder während der sogenannten Gründerzeit ab 1870. Wer konnte, baute sich an der Ostseeküste und auf den Inseln prächtige Villen, um dort luxuriös die Sommerwochen zu verbringen und natürlich auch das Bad im Meer zu genießen.


Eingestellt von findur in Kategorie Nordeuropa
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