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Natur mit Traumstrand und Chancen auf Kultur - Heringsdorf

13 Dezember 2011

Naturbelassene Strände, Dünen, die sich im Wind neigen und Menschen, die die Seeluft genießen – wer seinen Jahresurlaub in einzigartiger Landschaft genießen oder einfach nur ein paar Tage die Seele baumeln lassen möchte, der ist mit Sicherheit in dem Ostseebad Heringsdorf zu treffen. Die kleine amtsfreie Gemeinde im Nordosten Mecklenburg-Vorpommers ist zum Synonym für einen gepflegten Urlaub geworden – einen Urlaub, der Groß und Klein, Jung wie Alt gleichermaßen begeistern wird.
Die Gemeinde Heringsdorf umfasst als Ortsteile das Seebad Ahlbeck, das Seebad Heringsorf, das Seebad Bansin sowie mehrere Dörfer. Seit mehr als 100 Jahren sind diese Dreikaiserbäder für alle Liebhaber der See ein fester Begriff. Denn schon zu Beginn des 19. Jahrhunderts begann rings um Heringsdorf der Badebetrieb. Das geschah in einer Zeit, als Tourismus nach heutigen Maßstäben lange noch nicht selbstverständlich. Doch Heringsdorf mit seiner außergewöhnlichen Lage war so einzigartig, dass schon bald Grundstücke parzelliert und bebaut worden. Es entstanden prachtvolle Vollen, die heute längst wieder aufwendig saniert sind und der Gemeinde noch immer dieses historische Flair verleihen, das als Brückenschlag zwischen Tradition und Moderne dient. Der Begriff von der „Badewanne“ für die Berliner machte schnell die Runde.
Heute kommen die Touristen längst aus aller Welt, um die gesunde Luft zu genießen, frisch gefangenen und geräucherten Ostseefisch zu erwerben oder einfach nur am Strand ein paar unbeschwerte Stunden zu verbringen. Wer nach Heringsdorf, nach Ahlbeck oder Bansin kommt, tut dies aber auch, um die Architektur der Bädervillen zu bestaunen. Die Villen, die heute oftmals vermietet werden, erzählen von einer reichhaltigen Geschichte. So residierte der Künstler Lyonel Feininger ab 1909 in Heringsdorf, aber auch Bismarck wusste die Vorzüge des besonderen Ambientes zu schätzen.
Heringsdorf mit seinen Ortsteilen – das ist nicht nur Natur, das ist auch Kultur, das ist Unterhaltung. Natürlich freuen sich viele Touristen auf ein reichhaltiges Kurprogramm, das vom Konzert, über die Lesung bin hin zum Diavortrag reicht. Die wieder errichteten Seebrücken sind Treffpunkt für einen netten Plausch und manches Erinnerungsfoto. Und wer die Geschichte selbst entdecken möchte, hat dazu mancherlei Gelegenheit. So gibt es verschiedene Kirchen zu besichtigen, die sehr eindrucksvoll sind. Aber auch der Sieben-Seen-Berg bietet einen wunderschönen, geradezu faszinierenden Ausblick über eine pommersche Landschaft, die ihresgleichen sucht. Selbst eine seltene Douglasie, die an der Strandpromenade zum Verweilen einlädt, ist ein beliebtes Ziel der Spaziergänger.
Heringsdorf liegt nur wenige Kilometer von der polnischen Grenze entfernt. Wenn das Wetter einmal nicht zum Baden einladen sollte, so bietet sich das polnische Swinemünde für viele Touristen als ein interessanter Tagesausflug in das unmittelbar hinter der Staatsgrenze gelegene Swinemünde an.


Eingestellt von nsw in Kategorie Mitteleuropa, Nordeuropa
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